missgeschick

Mehr Liebe als je zuvor

In Erfahrungen on Februar 23, 2008 at 7:11

Es ist keine Kunst einen Weblog zu gestalten und ihn voll zu schreiben, mit mehr oder weniger sinnlosen Worten, Phrasen, Glaubensbekenntnissen. Im Internet rund um die Uhr zugänglich zu sein, sich der Neugierde anderer “auszustellen”, schlimmstenfalls die Sucht nach Selbstdarstellung und den eigenen Glauben zu zelebrieren, daran, dass es lesenswert sei, was man in die Tastatur drückt.

Man sitzt, gleich wo, an einer Tastatur und beginnt über den Anfang eines Textes zu grübeln, zu dem man soeben einen Gedanken bekam. Das ist wohl bei denjenigen Menschen und “Autoren” der Fall, die ansonsten kein sonderliches Konzept besitzen, weder thematisch noch sonstwie – wobei “sonstwie” eigentlich auch nichts interessantes bedeuten soll. Sonstwie ist die Wurst mit zwei Enden. Gleich wo sie anfangen, Sie werden dort enden wo sie angefangen haben, bzw. wird es keinen Unterschied geben an welches Ende Sie gelangen – Sie bleiben ohne einen Mehrwert. Gehen wir einmal davon aus, dass Menschen einen Weblog schreiben, da sie in der realen Welt bisher keine Verdienste erwerben und nichts besseres zu tun wissen, als eben einen Weblog zu schreiben – selten einen Weblog von wirklich interessantem Ansatz. Oder gehen wir davon aus, dass Menschen einen WEblog schreiben, um ihre Leser in der täglichen Statistik zu zählen. Oder gehen wir davon aus, dass die Hemmschwelle im Netz, in der virtuellen Welt weit niedriger ist, wenn es darum geht sich zu überlegen, ob dass was man selber denkt, lesenswert ist.

Dieser Blog hier nennt sich Quickie, da er einem Bedürfniss folgt, der Ausguss eines spontanen Gedankens ist – grundsätzlich eher dahingeschissen kommt, wird und nur selten überarbeitet. Ich habe irgendwo angefangen, wirklich irgendwo und konnte nicht mehr aufhören, gar nicht mehr, dass was ich, was mein Glaubensbekenntnis zu dieser Welt ist, virtuell auf eine – wie oben erwähnte – sehr lächerliche, wenn nicht beschissene Weise zu manifestieren – das Erschreckende ist, es wird gelesen, täglich, immer wieder, ich muss nur etwas Neues hinzufügen und schon kommen die Fliegen zurück – ein wenig Gefühl, etwas emotional bekanntes und die Scheiße rennt. Aber das wollen wir jetzt mal ändern. Ein anderer Ton soll her. Er soll Ihnen dennoch etwas bringen. Mehr Ehrlichkeit, mehr Liebe als je zuvor. Aber kurz nochmals zurück zur Entstehung:

Irgendwo angefangen, glaubte ich über die Liebe zu schreiben, von der ich angenommen habe, dass es sie gar nicht gibt – DIE Liebe. Nein, ich habe im Folgenden auch keine Er- und kein Auf-klärung vor, noch will ich Sie, die mich Sie mich gerade lesen, belehren, ob eines Besseren, ob eines Schlechteren – Sie würden es eh nicht glauben wollen, besser wissen oder wieder vergessen – oder wofür lesen Sie hier gerade? Ach ich weiß das auch nicht. Wir Menschen sind schon komisch, nicht wahr?

Ich weiß sehr wohl um die Substanzlosigkeit von Weblogs, diesem Weblog und was ich Ihnen damit zumute, zumindest aus der Perspektive derer, die nirgends eine Substanz erkennen, keine Substanz erfassen und auch keine Substanz begreifen, muss das hier eine Zumutung sein. Schlimm sind die Menschen die ohne jede Perspektiven umhersurfen, ziellos. Ich sage Ihnen gleich, warum ich das hier mache.

Sie, also diejenigen, die bisher nicht viel erkennen, lesen so dahin wie sie sonst so dahin schreiben, ganz ohne Ziel. Zu denen zähle ich auch diejenigen, die immer Kontakt aufnehmen müssen, zu jedem den sie meinen zu verstehen und dann hinterlassen sie einem Worte in den Kommentarfeldern, nur um einem Worte im Kommentarfeld zu hinterlassen – ganz schrecklich. Man muss darauf antworten oder sie beschimpfen, ihnen erklären, dass man nicht möchte, das sie alle ihre Gedanken in einem Weblog wie diesem hier äußern. Bin ich nicht verachtend – ich weiß noch gar nicht, warum. Aber länger schon wollte ich das mal weniger konstruiert in Sätze bringen. Heute ist Zeit dafür.

Ich kenne manch einen, meistens fremden Menschen, der zu einem Kontakt aufnimmt, um einem nur das zu sagen was er zu denken pflegt um es gesagt/geschrieben zu haben oder ich kenne die, die Kontakt aufnehmen um irgendwas zu sagen was sie gerade so dachten und glauben es sei große Kunst dies zu tun. Ich kenne auch die, die irgendwas schreiben und irgendetwas geschrieben zu haben – fürchterlich. Und ich kenne die, die überhaupt gar nicht schreiben können – noch viel fürchterlicher. Und ich kenne die, und dann höre ich auch auf mit der Aufzählung derer die ich kenne, oder kennen lernte, die das Blasen und Tuten nicht verstehen , keine Ahnung davon besitzen, wie man bläst und auch nicht wie man tutet. Das wollte ich nur gesagt haben. Um jetzt an anderen Dingen ungehindert weiter zu schreiben.

Zum Glück sind mir Menschen bekannt die nicht nur denken, sprechen sondern auch schreiben können. Ich sage Ihnen, es lohnt sich solche Leute bei sich zu wissen, um sich und vor sich zu wissen. Was wäre man doch mit armen Vergleichen umgeben, wäre da keiner, der besser ist, viel besser ist als man selbst. Himmel, das Leben würde ich nicht aushalten.

Sie glauben hoffentlich nicht, ich neigte zu Übertreibungen. Oh je, ich übertreibe ungern. nur wenn es Not tut. Also in der Not übertreibe ich und dann auch maßlos. Das ist immer dann notwendig, wenn einen die Begriffsstutzigkeit anderer umgibt. Dann muss man übertreiben um hindurch zu kommen. Ich schwöre es Ihnen. Ich könnte Ihnen einige Beispiele anführen. Aber Sie wären nur gelangweilt und würden mich mehr als eh schon, verurteilen.

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