Zachte Zeep

porno für's herz 1.0

Archiv für März 2008

Herz(fleisch) eines Boxers

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Das ich mich mit meinem Herz in einen Zwei-Fronten-Blitzkrieg stelle, Stellung beziehe, nackt dastehe. Here comes the sun again! Und die Fehler rieseln schreiend wie Eisflocken auf meine hitzige Haut. Tod im Leben! Ohne Illusionen wären wir nicht. Nein! Verdammt, nein!

Wenn ich die Augen öffne und auf den Monitor starre,
wenn ich mich im Innern morde
selbst das Steuer für zwei gebrauche und fahre
wenn ich den Strick spinne, um mich daran aufzuhängen
wenn ich Dir Freiheit gewähre und
Dich damit in die Ecke zwänge

you°ll only waiting for this moment to be free
blackbird, fly
into the light of a dark black night!

Dann gib mir Dein Herz, wenn Du es nur besitzt
dann gib mir das Herz, in das Du Illusionen schnitzt
dann gib es mir, wenn es Dich zu sehr schlägt
gib es mir
wenn es Dich zu sehr bewegt.

happy as can be.

Geschrieben von missgeschick

März 26, 2008 um 12:11

give him some space

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Ich genieße den Strahl Rotwein, der mein Glas aus gewagter Entfernung mit artistischer Professionalität zu treffen vermag und flutet;

genieße den Schluck Wein den ich nicht mehr trinken wollte, da ich müde war, genieße die Zigaretten die ich heute nicht rauchen wollte und mir in einem aufwendigen Exkurs soeben an der Tankstelle erstatten konnte und genieße einen Zustand, den ich nicht vorhersehen sollte.

Zusammenfassend: ich genieße den Alltag, genauer meinen Alltag, der mich an den Monitor fesselt und mich in Sphären spült und mir Gedanken wie frisches Saison-Gemüse serviert – free-tour for members! Das Gästebuch schreit vor Aufmerksamkeit und bricht aus seinen von mir gehaltenen und tatsächlich gepflegten Fugen, weil mir plötzlich, er- oder unerwartet die gesichtslosen Menschenwesen, Früchte zutrugen. Stoff für weitere Machenschaften. Zusammengefügt zu einem Ganzen, an dem wir alle zuvor gerade erst auseinanderklafften.

Da tummeln sich die geistig sprudelnden Quellen der vielen mit liebesapfelnder Glasur überzogenen Helden und ich suche die Paladine; reise auf dem Rücken der kitschigen doch freundlichen Delphine, die mich auf meiner andauernden Reise beschützen mögen. David im penetranten Kampf gegen Goliath auf der zerreibenden Suche nach dem gern gesehenen gleichgesinnten Geisteskonzentrat, fleht und bettelt, von seiner unentwegten Sehnsucht und der stochernden Hungersnot getrieben, getriebeschmierend Geschwindigkeit suchend, um nur noch schneller in der stärkenden Heimat anzukommen, die er erst finden will, in gegenwärtiger Heimatlosigkeit verblieben.

Scheinbar unzufrieden mit dem entschwindenden Jetzt und dem verfallenden Hier gleitet er talabwärts dem auswärtigen Meer der irrealen Märchen entgegen, den regungslosen Stillstand suchend, das momentane Ende der Reise respektierend.

Er zündet eine neue, umgangsprachliche Fluppenrakete, um noch einmal die vergötterte Erde verlassen zu können, um noch einmal mit ungestümem Triebwerk von außen auf das Innen einen außerirdischen Blick zu erhaschen, auf die jungfräuliche Unberührtheit der bisher unzugänglichen Gefilde, der sich ihm eröffnenden Tore und Gebilde, die sich hinter den bergspitzenden Buchstabengipfeln tarnen. Winde, aufstrebende Figuren, Charaktere und zitternde Eiseskälte ziehen ihn in seinen Bann und unaufhörlich scheinen die sich aneinanderreihenden Motive seiner Reise durch die stetige Gegenwart, deren himmelwärts gerichteten Grenzen zur Zukunft er nicht im Stande ist, zu übertreten, sich im gerade erst erleuchteten Teil des fremdländischen Dunkeln vor ihm zu offenbaren, zu ergötzen in frommen Gebeten, deren unfassbare Sprache er noch längst nicht versteht.

Gefahren! Sein abnormer Wagen ist ohne Motor; er kutschiert die Hänge der Vergangenheit mit seiner vierrädigen Kutsche ohne gebräuchlichen Bremsverstärker hinunter und gewinnt einzig an schwindelerregendem Tempo. Flussabwärts hat die geheimnisvolle Natur aller natürlichen Gesetze ihm seinen verträglichen Schatz versprochen. Flussabwärts trägt er sein modelliertes Herzbehältnis, das gebrochen nach zeitloser Heilung trachtet. Flussabwärts ist die eingeborene Richtung die einen selbst in intensivster Verwirrung unterstützt. Die ihm und einem und manchem, auf dem Buckel des ambivalenten Regenbogens, richtungsweisend nützt.

hart und peinlich I

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Große Liebesgeschichten sind hart und peinlich

Und ich habe noch nicht einmal damit abgeschlossen, wie es passieren konnte, geschweige denn, dass ich wüsste, wie ich es nur ändern könnte.

I

Ich empfinde es für besser, einen kurzen Moment keine Fragen mehr zu stellen. Stattdessen Verstehen zu üben. Besser noch: Erkennen. Ich würde mich dafür geben, dass wir uns endlich erkennen – Du dort draußen, mich hier drinnen. Mich hingeben. Es wird nicht reichen, dass nur ich denke, dass es für uns noch zu früh war. Sag einfach, dass du mich liebst und sag doch bitte, dass du keine Angst davor hast. Wahrscheinlich hast Du es mir schon gesagt. Habe es nicht verstanden, weil Du anders sprichst, anders denkst als ich. Ich dachte schon, ich hätte Dich getroffen. Vor sechs Monaten. Doch Du bist schwer getroffen.

Geschrieben von missgeschick

März 10, 2008 um 9:57

Veröffentlicht in hart & peinlich

Getaggt mit

Befriedigung mit Gefühl

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Die Befriedigung Deiner selbst ist die Kür einer Kunst endloser Bedürfnisse für wenigstens einen Moment in Echtzeit den Frieden aufzustülpen. Die Befriedigung Deiner selbst ist nicht die Frage danach, wer für Deine Befriedigung zuständig ist. Denn die Antwort auf die Frage, wer dafür zuständig ist lautet „Du selbst“.

Du selbst hast die Verantwortung Deine Triebe, Deine daraus resultierenden Bedürfnisse in entsprechende Verhaltensweisen zu lenken und dabei auch noch glücklich zu werden. Du selbst. Die Suche endet mit dem Anfang der Handlung sich zu befriedigen. Die Brunst endet eben, wenn die Paarung beginnt. Die angeborenen Triebe sind natürlich, die Bedürfnisse in der Regel auch. Manchmal nehmen diese Bedürfnisse jeden Raum ein oder seltsame Formen an. Aber seltsam ist nicht auch gesetzeswidrig. Und Platz ist für alle da.

Es gibt angeborene und erworbene Bedürfnisse. Diese Bedürfnisse treiben uns so lange an, bis wir sie still stellen. Und sie laden sich wieder auf, bis wir sie still stellen. Sich selbst, sprich, seine Bedürfnisse zu befriedigen, bedarf also rechtzeitige Handlungen, sprich, rechtzeitiger Entladungen – sonst explodiert man schon mal. Manchmal schreien wir deswegen heraus wonach uns ist oder schreien Menschen an. Irgendwie muss man sich erhalten oder verhalten.

Ein richtiger Ausschrei kann die eigene Genusssucht, ist der Schrei nur richtig ‘gesetzt’, befriedigen. Schrei nur. Man muss nicht erst wollen oder denken um zu handeln. Man kann das auch mal ohne und dafür mit Gefühl. Setze doch ruhig mal die Klarheit Deiner Wahrnehmung herab und die Lust herauf und mach’ wozu Du lustig bist. Niemanden morden, niemanden verletzen, auch nicht emotional und alles ist gut. Setze auch einmal die Moral herab. Niemanden erschrecken, niemanden verschrecken und oben bereits Erwähntes. Lust ist das Bedürfnis nach etwas Bestimmten. Bestimm Dich selbst. Gehe Deinen angenehmen Empfindungen einmal nach. Das ist herrlich. Nicht dämlich.

Geschrieben von missgeschick

März 2, 2008 um 10:46