Das Gefühl
Man möchte meinen die Liebe lebe ihr Leben, manchmal mit uns. Möchte meinen, auch Glück sei voller Leichtigkeit, und vergesse einen mitunter. Doch etwas lässt ein nicht in Ruhe, ein Gefühl. Lässt einen denken statt zu schlafen. Macht einen schwer, wenn man sich ihm verstellt. Bringt einen nicht um.
Es lässt sich nicht leicht lieben, mit alle den Zweifeln, ob man zu lieben im Stande ist. Die Angst, die Einsamkeit, die Stille vermag einen umzubringen, doch tötet sie nicht. Sie schmerzt. Beinah göttlich. Göttlich kenne ich nicht. Genau wie die Liebe. Ich lebe in Ahnung. Was sie und was es sein mag. Alle erzählen davon. Ich dachte sie wüssten es. Dachte es bei jedem. Ein kleiner Irrtum eher. Ein Hirngespinst und noch mehr ein Bild. Durch das zu sehen ich pflegte ein Leben zu leben, in allen Farben. Kompromisslos, maßlos, süchtig nach Genuss, nach Liebe und das was alle göttlich nannten. Ein kleiner Irrtum halt. Es kam noch besser:
Ich gab nie auf. Und werd es wohl nie können. Dachte ich und spürte ich es. Und da war es wieder. Eben ein Gefühl. Und es hörte nicht auf, dieses Gefühl, mich von der einen Seite zurück zu mir gerissen zu sein und in völliger Ruhe erschöpft ganz urplötzlich von Neuem gestoßen zu werden, wieder fortgeschickt zu werden, auf die kurze Reise zum Nächsten. Was für eine lebendige Liebe. Man könnte meinen es poche in einem.
Pendelt irgendwer, dann sicher auch ich, im Herz hin und her. In der Freiheit, im Ganzen und mache darum viele halbe Sachen, aus lauter Angst nicht erkannt zu haben, dass es immer schon da war: Gefühl.