Zachte Zeep

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Archiv für die Kategorie ‘Egoismus

Eifersucht

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… ist eine Mutter, von der zu trennen ich versuchte. Ergebnislos. Besser ergebnislos. Wir lachen inzwischen übereinander, die Mutter und ihr Kind. Eifersucht und dieses schon so alte Kind lernt es nie, dass es ein Leben ohne Mutter geben wird, dass es ein Leben davor, währenddessen und danach geben wird. Gibt. Schon eigentlich immer gab. Das es Dinge gibt, von denen man sich trennt, irgendwann. Dabei sind es nur die Skizzen dessen, was nicht ist oder einmal war und es ist nur die Angst vor dem was kommt, was ist und zu verlieren was einmal war. Eifersucht ist so übertrieben wie eine … und darum lohnt es sich kurz daran zu erinnern, … wie eine auslaufende überschäumende Welle, sie wird immer verlieren, immer auslaufen, andere werden folgen und den Ufersaum gestalten und den Boden unter den Füßen umspülen. Eifersucht ist das spielende Meer, das sich am Ernst dieser Welt enttäuscht. Wir sind nicht darauf angewiesen zu verstehen, warum wir die Wellen nicht fangen können aber wir lieben, dass sie nicht aufhören. Sie hören auf sobald die Liebe vergeht. Andere folgen.

Das ist ein dummer Text mit berechtigten Gedanken.

Geschrieben von missgeschick

Oktober 15, 2009 um 8:40

Veröffentlicht in Egoismus, Enttäuschungen, Intensität, Liebe, Untreue

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Liebe, Verantwortung und Egoismus

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Einer der bekanntesten Slogans home

Es steht viel geschrieben über die Liebe, die bedingungslose Liebe. Nicht wie man sie erlebt, lebt oder übersteht. Wer bedingungslos liebt ist ein freier Mensch, ist mutig und bewegt sich nicht entlang der von Holly- oder Bollywood vorgegebenen Bildgalerien, nicht entlang der romantischen Matrizen der Weltliteratur, Werbeagenturen oder ähnlichen Gussformen und industriellen Gebärmüttern zur Herstellung lebensferner Wunschvorstellungen und Bedürfnissen. Sie dienen der Unterhaltung, sollten aber keine Vergleichs-Vorlagen werden. Wer vergleicht verliert sich aus dem Auge.

Ohne Bedingung zu sein, heißt wohl auch frei von Forderungen und Erwartungen zu sein. Ein Zustand, den kaum jemand für länger als Momente beherrscht. Wer den Mut als Mensch aufbringt derart frei zu sein, frei zu lieben, ohne die Erwartung der Gegenliebe, ohne das Bedürfnis den anderen, zur Befriedigung der eigenen Wünsche, zu erziehen, seine Gefühle zu lenken, wird frei von Enttäuschung sein.

Frei von Enttäuschung sind wir wohl dann, wenn wir den Mut aufbringen, für unsere Gefühle, für unsere Missstimmungen, unsere Verstimmungen, unsere Bedürfnisse selbst verantwortlich zu sein. Dann sind wir wohl frei. Nicht nur frei von Enttäuschungen. Wer frei ist, ist auch frei von Vorgaben, Vorstellungen im Idealfall vielleicht frei von der Gewohnheit abhängig zu sein. Abhängig zu sein von dem was andere für wertvoll empfinden ohne darauf im Einzelfall zu verzichten – Schönheit, Macht, Reichtum; es zu nutzen, doch nicht mehr darauf angewiesen zu sein. Und wer sich von Egoismus frei macht, so weit das geht zumindest, ist auch nicht einsam.

Frei zu lieben, bedingungslos sein, fordert unseren Egoismus heraus, der uns inne wohnt und immer begleitet. Wir Menschen können uns wohl nicht befreien von ihm, doch können Menschen ihren Egoismus erkennen, sowie ihre Liebe, sowie individuelle Qualitäten, Schönheit, Charakter. Wir können das was wir wollen. Was ein Mensch kann, dass hängt vermutlich stark von dem ab was ein Mensch will. Will er etwas nicht, wird er es kaum können. Mathematik, Physik, Bildung oder Freiheit. Das lässt sich gut erkennen in dem was Menschen verstehen wollen – wir alle besitzen einen Verstand und wer verstehen will, versteht auch.

Es hängt wohl davon ab, was wir Menschen erkennen können, vielmehr, was sie oder ich erkennen wollen. Wer nicht erkennen möchte mit wem er es beispielsweise zu tun hat, wird sich selbst bis zum Ende seines Lebens untreu bleiben. Wer sich selbst untreu bleibt, wird auch anderen gegenüber nicht ehrlich sein, wird sie nicht erkennen können und sie darum nicht verstehen lernen und Fehler begehen, immer wieder. Es ist wohl nichts einfacher als zu behaupten, „ich verstehe Dich nicht“. Verantwortungslosigkeit ist ohnehin sehr einfach. Es wäre schwieriger und gleichzeitig ehrlicher zu behaupten „ich will Dich nicht verstehen“. Das wäre ehrlich und gleichzusetzen mit die eigene Verantwortung zu übernehmen. Für alles, bedingungslos. Alles andere ist nicht Liebe sondern im Verhältnis betrachtet, stark gefärbt von Egoismus. Liebe scheint hingegen Weisheit. Die kann man nicht vortäuschen. Man hat sie oder eben nicht. Man liebt oder eben nicht. Der Rest ist Weg und Prozess.

Geschrieben von LosAlamos

Dezember 21, 2007 um 2:54

Nichts ist unmöglich

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Einer der bekanntesten Slogans 553 wörter

Ausdauernd versorgen wir uns mit Werbebotschaften, die uns suggerieren, unsere Gefühlswelten mit Hilfe diverser Produkte im Glück installieren zu können. Nichts ist unmöglich. Sich mit etwas zufrieden geben klingt, gestatten Sie mir meine Wahrnehmung schriftlich zu hinterlegen, dieser Tage wie als sei man „unfähig mehr zu konsumieren“, sprich „altmodisch“. Es ist offensichtlich salonfähig, unbedingt auch Gefühle zu konsumieren. Wenn der Mensch Flugzeuge herstellt, die auch noch fliegen können, dann kann er wohl auch Gefühle herstellen, die sich fühlen lassen, wird man irgendwo gedacht haben. Ganz oft haben es dann andere geglaubt, äh … glauben das immer noch. Menschen glauben was man ihnen nur lange genug erzählt.

„Weil ich es mir wert bin!“, mache ich Yoga, befolge Diäten, suche sexuelle Befriedigung durch Singlebörsen – immer aber mit einem Motiv – Verbesserung. Und eigentlich ist die Verbesserung eine gezielte, eine gewollte Veränderung, sonst nix. Wir handeln aus Motiven. Leider oft aus egoistischen Motiven. Das wir sie nicht selten kaum kennen, unsere Motive, ist irgendwie verheerender als das sie egoistisch sind, unsere Motive.

Das Gefühl das sich konsumieren lässt, soll besser sein als die vorhandenen. Warum auch nicht? Wenn wir können, dann wollen wir die Intensität unserer Gefühle schließlich steigern oder die Leere füllen, uns mal wieder wohlfühlen, irgendwo am Ende wollen wir zufrieden sein. Wir sind nicht zufrieden, wir wollen zufrieden sein. Menschen wollen etwas sein. Menschen sind ungern etwas. Schlimm wird es, wenn der Weg das Ziel sein soll. Das Leben sagt häufiger: Rette das Ziel und triff daneben. Dasein ist einfach besser als Ankommen. Aber was ist, halten wir offenbar nicht aus. Und was ist, das wissen wir meist weniger gut, als dass was sein wird, wenn eintritt was wir uns vorstellen.

Dabei ist Intensität immer vorhanden, ganz ohne ein neues Gefühl in uns immer gegenwärtig. Denn Intensität kommt nicht von außen, sie ist nicht extensiv, sie ist intensiv. Aber selbst wer das nicht glaubt, muss die Intensität in sich selbst nur erkennen. Die Intensität der Zustände die man abändern möchte und deshalb loszieht und einkauft was man kriegen kann. Diese kurzfristigen Scherze, die wir Glück nennen und anschließend in den Kleiderschrank hängen, bis die Motten das Glück zerfressen haben. (Selbstverständlich gibt es auch Intensitäten die von außen in uns eindringen.) Es scheint als flüchte man vor der Intensität des eigenen Daseins, der Intensität der inneren Einsamkeit, Leere, vor dem Gefühl der Gewohnheit, der Langeweile, mit der Sehnsucht nach Veränderung, dem Erlebnis. Man selbst will sich offensichtlich gar nicht mehr erleben. Man will lieber etwas neues. Merziger macht herziger.

Sich zufrieden geben mit etwas bedeutet auf griechisch agapao und ist ein anderes Wort für Liebe. Etwas bevorzugen. Ich liebe es. Was ist aber, wenn wir nicht uns, sondern etwas anderes bevorzugen? Etwas das wir gerade offenbar nicht sind. Das was besser ausschaut … sich besser anfühlt, jünger, vitaler … Im Grunde suchen wir stetig nach einem Gefühl des Wohlstandes, oder täusche ich mich? Nicht nur materiell, auch immateriell – die geistige Entwicklung sowie unser seelisches Gleichgewicht gehören zu diesen Zielen dazu. Ist das neu? Nein, mit Perwoll gewaschen.

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Aus Einsamkeit ein Parasit

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Einer der bekanntesten Slogans 516 wörter

Einsam allein sein, zweisam einsam – wer gelebt und dabei geliebt hat, kennt Einsamkeit, kennt ihre Symptome, vielleicht ihre Ursachen. Einsamkeit überwindet man mit dem Verstand. Man überwindet sie nicht, indem man andere Menschen an sich bindet oder umgekehrt, sich selbst aufgibt.

Einsamkeit ist eine Empfindung, ein überdurchschnittliches Gefühl, stark, überwältigend immer dann besonders beobachtet, wo Menschen vergessen sich selbst zu erfüllen. Sowohl in der Wirtschaft wie auch in der Politik binden sich die Schwächeren an die Stärkeren, in der Natur spricht man von Wirt und Parasit. Ist man erst in die Rolle eines Parasiten geschlüpft und hat man seinen Wirt gefunden, lässt es sich aushalten, leben und dem Anschein nach lieben. Parasiten schmarotzen. Friedrich Schiller schrieb ein Lustspiel namens Der Parasit – die Kunst sein Glück zu machen. Ein Parasit befällt seinen Wirt auch zu Fortpflanzungszwecken. Man kann sich vorstellen, dass ein Parasit Einsamkeit oder das einfache Alleinsein sehr fürchtet. Wahrscheinlich ist ein Parasit extrem sensibilisiert auf beziehungstechnische Störungen, fühlt sich schnell ausgeschlossen und verlassen, im Stich gelassen. Einmal alleingelassen können Parasiten zu komplizierten Organismen heranwachsen. Ewig begleitet von Furcht vor der Einsamkeit.

Es gibt welche, die fühlen sich noch unter Menschen einsam. Einsamkeit schlägt sich nicht nur nieder in einem Gefühl, sie wirkt und kann strahlen wie ein Schmerz, doch nur bei denen, die ihr den natürlichen Platz in sich selbst nicht zuweisen, nicht wissen wohin mit ihr, die glauben, dass Leben geschehe insbesondere innerhalb einer Beziehung ohne jede Form der Einsamkeit. Und alles was dabei herauskommt ist Angst, ist Anspannung, dass das was wir glauben, nämlich sicher zu sein, von niemandem und nichts zerstört werden kann. Dabei gibt es keine Sicherheit. Dabei sind wir es selbst, die nicht funktionieren, weil wir das Gefühl, das eigene Gefühl und sei es das Gefühl der Einsamkeit, ausschließen möchten. Es sind die, die etwas besonderes sein wollen, besonders durch das Ausbleiben von Einsamkeit.

Besonders dann wenn wir uns nicht mögen, fühlen wir uns einsam. In der Wut sind wir einsam, in der Trauer umso mehr, mit unseren Gefühlen erst Recht. Und dann geht es los mit dem Rückzug, den Schuldzuweisungen, dem Unverständnis – man glaubt, immer wenn man einsam ist, verstünde einen niemand mehr und am liebsten denkt man mitunter, dass liege wohl am mangelnden Intellekt des sozialen Umfeldes.

Einsamkeit ist was ruft, wenn wir uns verloren haben. Einsamkeit ist nur ein Zeichen unserer selbst, uns nicht außer Acht zu lassen, nicht jemanden wichtiger werden zu lassen als uns selbst. Das ist Einsamkeit und es ist Verantwortung. Sie hält uns dann wach in der Nacht und raubt uns den Schlaf, damit wir weiter laufen, uns wiederfinden, sie nimmt uns die Beweglichkeit und schmerzt in den Gliedern, auf das wir uns selber nur endlich wieder fühlen und wahrnehmen. Einsam ist der, der sich selbst nicht liebt und sich seine Bedürfnisse nicht erfüllt – insbesondere das Bedürfnis selbst und damit erfüllt zu sein.

FAST FOOD

Geschrieben von LosAlamos

September 8, 2007 um 2:19