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Partnerschaft empfangen
Es ist etwas besonderes in einer Partnerschaft zu sein. In einer Partnerschaft. Partnerschaft ist ein großes Wort für etwas, von dem ich nur aus Selbsterfahrung weiß, was es bedeutet. Alle anderen Bedeutungen, die man der Partnerschaft zuschreibt, mögen genauso stimmen wie die Gedanken die ich selbst dazu fassen kann. Viele von ihnen sind Illusionen, Definitionen, Ideale. Wenigstens den Idealen kann ich mich nähern ohne größere Verletzungen zu riskieren. Anders als in Illusionen zu leben, lässt es sich mit Idealen sehr wohl leben. Schlimm genug ist es bereits, nach den Definitionen anderer zu leben. Der beste Weg ist es wohl, den eigenen zu gehen.
Die Partnerschaft die ich kennen lerne, unterscheidet sich stark von denen, die ich kannte, kennen lernen durfte. Die Partnerschaft die ich derzeit erlebe, unterscheidet sich von allem davor Gewesenen. Alles davor Gewesene hat mich darauf vorbereitet, die gegenwärtige zu verstehen, mich in ihr trotz aller Unzulänglichkeiten zurechtzufinden, mich (in ihr, der Partnerschaft zu begreifen) zu verstehen. Meine Bedürfnisse sind vielleicht keine neuen, keine anderen als die zuvor. Doch mein Blick scheint wie geschärft durch die vorhergegangene Erfahrung, durch die Auseinandersetzungen, durch Verletzungen an Gewandtheit gewonnen. Meine Bedürfnisse, Träume, meine Wünsche und auch meine Illusionen sind mir heute deutlicher als jemals zuvor. Das bietet mir einen ungeheuren Vorteil im Gegensatz zu früher, im Gegensatz zu den Auseinandersetzungen, in die ich ging, geschickt wurde, mich schicken ließ, mich auf solche einließ, denen ich nicht gewachsen war, nicht gewinnen konnte oder nur gewinnen wollte um Gewinner/In zu sein. Das ist vorbei. So wie die maßlose Blindheit, das übergroße Ego, dass meine Fähigkeiten überstieg, sich in jedem Konflikt mit stolzer Luft aufblähte so dass ich mich selbst, meine Fähigkeiten zu kämpfen, auch für die Wahrheit, zumindest meine eigene einzustehen, überschätzte, grundsätzlich – das alles ist, ich bin mir noch nicht in aller Gänze sicher, aber es scheint wie fortgeweht.
Ich habe bisher wenig begriffen von Verantwortung und begreife erst jetzt, wie wichtig, wie unabdingbar Eigenverantwortung für eine Beziehung zwischen zwei Menschen ist. Und ich begreife erst jetzt, wie einfach man darüber hinweg redet, als hätte man davon wirklich schon alles, und damit auch alles wichtige im Grunde verstanden – meistens hat man dann nichts verstanden. Ich verstehe erst jetzt, wie wichtig die Übung ist, man selbst zu sein, Verantwortung zu übernehmen und ich verstehe erst jetzt, wobei das zeitliche in dieser Entwicklung wenig Relevanz besitzt, da es relativ ist, aber ich verstehe erst jetzt, wie wenig selbst ich war und wie sehr der Wunsch in mir immer gelebt hat, selbst zu sein und wie sehr mich gerade die Menschen davon abhielten, genau das zu werden, die ich liebte, da ich sie liebte, nur um geliebt zu werden. Vielleicht kein Fehler aber doch ein Hindernis ernsthafte Liebe, ehrliche Liebe, reine Liebe zu erfahren, ach was schreibe ich?, zu empfangen.
Liebe, Verantwortung und Egoismus
Es steht viel geschrieben über die Liebe, die bedingungslose Liebe. Nicht wie man sie erlebt, lebt oder übersteht. Wer bedingungslos liebt ist ein freier Mensch, ist mutig und bewegt sich nicht entlang der von Holly- oder Bollywood vorgegebenen Bildgalerien, nicht entlang der romantischen Matrizen der Weltliteratur, Werbeagenturen oder ähnlichen Gussformen und industriellen Gebärmüttern zur Herstellung lebensferner Wunschvorstellungen und Bedürfnissen. Sie dienen der Unterhaltung, sollten aber keine Vergleichs-Vorlagen werden. Wer vergleicht verliert sich aus dem Auge.
Ohne Bedingung zu sein, heißt wohl auch frei von Forderungen und Erwartungen zu sein. Ein Zustand, den kaum jemand für länger als Momente beherrscht. Wer den Mut als Mensch aufbringt derart frei zu sein, frei zu lieben, ohne die Erwartung der Gegenliebe, ohne das Bedürfnis den anderen, zur Befriedigung der eigenen Wünsche, zu erziehen, seine Gefühle zu lenken, wird frei von Enttäuschung sein.
Frei von Enttäuschung sind wir wohl dann, wenn wir den Mut aufbringen, für unsere Gefühle, für unsere Missstimmungen, unsere Verstimmungen, unsere Bedürfnisse selbst verantwortlich zu sein. Dann sind wir wohl frei. Nicht nur frei von Enttäuschungen. Wer frei ist, ist auch frei von Vorgaben, Vorstellungen im Idealfall vielleicht frei von der Gewohnheit abhängig zu sein. Abhängig zu sein von dem was andere für wertvoll empfinden ohne darauf im Einzelfall zu verzichten – Schönheit, Macht, Reichtum; es zu nutzen, doch nicht mehr darauf angewiesen zu sein. Und wer sich von Egoismus frei macht, so weit das geht zumindest, ist auch nicht einsam.
Frei zu lieben, bedingungslos sein, fordert unseren Egoismus heraus, der uns inne wohnt und immer begleitet. Wir Menschen können uns wohl nicht befreien von ihm, doch können Menschen ihren Egoismus erkennen, sowie ihre Liebe, sowie individuelle Qualitäten, Schönheit, Charakter. Wir können das was wir wollen. Was ein Mensch kann, dass hängt vermutlich stark von dem ab was ein Mensch will. Will er etwas nicht, wird er es kaum können. Mathematik, Physik, Bildung oder Freiheit. Das lässt sich gut erkennen in dem was Menschen verstehen wollen – wir alle besitzen einen Verstand und wer verstehen will, versteht auch.
Es hängt wohl davon ab, was wir Menschen erkennen können, vielmehr, was sie oder ich erkennen wollen. Wer nicht erkennen möchte mit wem er es beispielsweise zu tun hat, wird sich selbst bis zum Ende seines Lebens untreu bleiben. Wer sich selbst untreu bleibt, wird auch anderen gegenüber nicht ehrlich sein, wird sie nicht erkennen können und sie darum nicht verstehen lernen und Fehler begehen, immer wieder. Es ist wohl nichts einfacher als zu behaupten, „ich verstehe Dich nicht“. Verantwortungslosigkeit ist ohnehin sehr einfach. Es wäre schwieriger und gleichzeitig ehrlicher zu behaupten „ich will Dich nicht verstehen“. Das wäre ehrlich und gleichzusetzen mit die eigene Verantwortung zu übernehmen. Für alles, bedingungslos. Alles andere ist nicht Liebe sondern im Verhältnis betrachtet, stark gefärbt von Egoismus. Liebe scheint hingegen Weisheit. Die kann man nicht vortäuschen. Man hat sie oder eben nicht. Man liebt oder eben nicht. Der Rest ist Weg und Prozess.
Beweis einer Liebe
Um mich herum eine unerschöpfliche Zahl von Bewunderern und Lastenträgern des Lebens, der Eitelkeiten, des Stolzes und derer Menschen die ihre Wunschträume vom idealen Partner wie Zimtsternchen reproduzieren, außerdem ein paar liebenswürdige doch multiple Gestalten die versucht sind zu lieben und ein Schatz, der zu bergen sich lohnte, mehr oder minder treu an meiner Seite. Das sehe ich, wenn ich um mich schaue …
… dann denke ich, den idealen Partner gibt es eigentlich ausschließlich nur in der persönlich subjektiven Momentaufnahme, ansonsten im Theaterschauspiel oder in Hollywood-Filmen und im richtigen Blickwinkel der Betrachtung gibt es ihn auch. Ideale erkennt man nicht mit dem Auge. Das Ideal ist etwas abstraktes, sich ihm zu nähern erfordert Charakter. Menschen sind alles andere als Ideale – das zu verstehen erfordert Verstand. Schönheitsideale altern und verändern sich, sind erstrebenswerte Zustände für manche, für andere nicht. Um auch das Stroh das einen umgibt in Feuer zu verwandeln, auf das es zum Himmel auffliegt, bedarf es Intellekt und manchmal ein Vermögen an Geduld.
Der verständnislose Rest von uns verliert sich in Geduldlosigkeit, in Sebstbetrug und/ oder den Folgen der Ent-täuschungen, der Desillusionen die uns das persönliche Schicksal vermacht. Leider gibt es keine ausführliche Reisekarte, die uns vor Orientierungslosigkeit durch die Einkehr der Wahrheit bewahrt, wenn wir aus Nachlässigkeit in ihr irren.
Schon Friedrich Hölderlin schrieb in seinen Briefen, dass er die Götter, die unübertrefflichen, täglich neu rufen müsse. Über das Ideal ließe sich schreiben, was Franziska Gräfin zu Reventlow in ihrem Essay „Das Männerphantom der Frau“ einmal über eben jenes Phantom formulierte: Es läßt sich das weder generalisieren noch spezialisieren, das eine wäre zu oberflächlich und das andere zu schwierig oder, richtiger gesagt, einfach unmöglich. So weit zum Ideal, zur Verblendung und zum Menschen.
Junge Menschen wie das mir zuteil gewordene Exemplar, neigen lediglich aus Unerfahrenheit zu Misstrauen, wo sie unfähig sind Vertrauen zu bilden, und zu innerer Zerrissenheit, die sich teils nach außen hin wiederspiegelt. Was alles ist gerade Ihnen ein Beweis für den Mangel an Liebe?! Und welche Anstrengung ist es für diejenigen, die die Liebe schon lange nicht mehr beweisen mögen, geschweige denn müssen.
Niemand ist fertig mit dem Leben das er lebt, bevor er daran nicht krepiert. Die vorher krepieren, krepieren an gesellschaftlichen Konventionen oder der Intensität persönlicher Freiheiten, die sie verglühen lassen, in der Befriedigung ihrer Bedürfnisse – erstrebenswerte Zustände vielleicht. Es gibt viele Gründe zu sterben (und noch mehr Gründe wenigstens einmal zu leben). Es kommt wohl auch darauf an, welche Lebensmittel welche Anwendung finden. Leben ist Risiko, da nichts bleibt wie es ist – lässt man sich nur einmal darauf ein wird man es nicht mehr los (bis man daran krepiert).
Zwischen uns, dem Schatz, dem gehobenen und mir, liegen ein paar Jahre. Das verursacht mitunter die beziehungslästigen Stunden oder Tage, manchmal Wochen, wenn begehbare Brücken an dieser Stelle fehlen oder wenn mir die Jugendlichkeit, die sich ausdrückt in ihrer Beziehungsunerfahrenheit, zuwider wird, weil meine Geduld sie nicht erträgt und mein Verstand sie nicht versteht, Sturm und Drang meinen Friede und die Ruhe zerstören oder die Formlosigkeit meine Fassung zerbeult.
Überall taucht Angst und Zweifel auf, aufgrund der geistig skizzierten Untreueszenarien im Kopf meines Gegenübers. Angst um Verlust. Angst, dass das Leben ein anderes Drehbuch schreibt, der persönliche Plot nicht mit dem Schicksal sympathisiert. Dann werde ich gebeten Stellung zu nehmen.
Doch was, wenn Liebe keine Forderungen stellt? Ich will bedingungslos lieben, irgendwann, vielleicht ab morgen schon. Wir erinnern uns gegenseitig, doch selten daran, an die Liebe, die bedingungslose. Im Grunde weiß doch kein Mensch, wo die Untreue beginnt, ob im Kopf oder auf der Straße. Und doch kehrt Angst in die Leere der Einsamkeit in uns, sobald ein mancher an sie denkt. Besessen von Angst mögen manche erblinden. Klarheit tritt ein, wo der Glauben an die Vernunft überwiegt.
Ein wenig Zärtlichkeit beschwichtigt ihre noch unermüdlichen Ängste (der Jungen) gegenüber den Vergänglichkeiten im Leben. Glücklicherweise habe auch ich Schwächen, enorme. Also bin auch ich gewöhnlich. Erst recht liebe ich darum Menschen die anders sind – für Momente stärker scheinen als man selbst, aufrichtiger, charakterfester, zielstrebiger und weniger selbstgerecht und -verliebt. Manchmal liebe ich mich selbst. Das macht einen zum Menschen – das nicht scheren um andere. Man muss sich dazu nur die Welt anschauen und die Gänze der Menschheit die auf ihr lebt.
Ich hielt vor Kurzem das junge Leben an meiner Seite für unerträglich, dessen grelle Blüte zu süß und seine Gestalt in seinen unbestimmten Formen für zu unreif, seine Einsamkeit um so vieles größer als die meine und seine, in manchen Momenten unseres Zusammenseins einsetzende Oberflächlichkeit für unbegründet (und verurteilte sie). Doch weder fühle ich mich im goldenen Käfig, noch ist dies ein Brief aus dem Gefängnis.
Was ich nicht sah, ist der Prozess in dem es sich befindet, die heranwachsende Reife des Lebens in dieser Figur, diese unendliche Weisheit und der Kampf des blutjungen Verstandes, ihr im dunklen Moment zu folgen – die selbstverständliche Suche nach dem Platz in der Welt.
Ich musste feststellen, dass es nichts gibt, dass nicht einer Verbesserung unterzogen wird und dass das Leben selbst alles ausbessert wo Zeit vorhanden ist. Praktisch brauche ich dafür nichts tun. Bestenfalls beobachten. Und da niemand alles verbessern können wird, lohnt es wenig, die Welt im Ganzen ändern zu wollen. Man verliert sich und vergisst sich darüber selbst. Ist Ruhe die erste Bürgerpflicht für die die lieben wollen?
Eine Phantasie
Mir ist nach Untreue. Das hat auch Gründe. Wenn es in der Beziehung weder nach vorn noch zurück geht, tritt dieser tödliche Stillstand ein, Atemnot. Ich fürchte mich davor. Es ist, als gammele einem der Kopf ab. Woody Allen erwähnte an einer Stelle seines Stadtneurotikers, dass Haifische wie die Liebe seien, würden sie stehen bleiben, krepierten sie elendich. Aus Atemnot.
Die Gedanken schweben wie glitzernde Tetrisbausteine, vage in der Ortlosigkeit meines Kopfes, nicht hin und her, eher aufsteigend, obgleich gerade erst vom Scheitel hinabgefallen. Ein Durcheinander, an manchen Tagen, in mir, in der Beziehung, wenn es weder nach vorn noch nach hinten geht. Alles steht. Bis auf zwei Ausnahmen bewegt sich nichts mehr: die Welt und die Phantasie.
Im Stillstand, da dreht sie sich um einen herum, die Welt, schnell wie das Wasser, dass im nächsten Moment durch den Abfluss die Kanalisation betritt, zwischen den Händen zerrinnt, und im Dunkeln verschwindet. Zurück bleibt eine leere Keramikwanne auf Füßen die laufen können und ich. Ich möchte mit, zurück ins Meer. Auch wenn das die Beziehung sein kann.
Das Dunkel, aus dem die Phantasie herausbricht, still, klammheimlich, höre ich phantastische Gedanken aus dem Scheitel herabtropfen. Der stete Tropfen höhlt den Stein. Denke ich. Ich denke nicht nach. Denn ich lasse die Gedanken passieren und folge ihnen nicht. Das allein muss sein. Muss wirklich mal sein. Das gesprochene Wort bringt mehr Chaos, Verwirrung.
Das einzige Licht, wenn nichts sich mehr bewegt, strahlt aus dem eigenen Gewissen heraus. Moral! Wie notwendig sie ist und darum so gewöhnlich erscheint.
Ganz sicher nicht um jemanden zu ärgern, ist mir nach Untreue, diesem vielbeschriebenen Wort zumute, dass mich in solch kalten Zeiten noch ein wenig erhitzt – durch das innere Zwiegespräch mit dem eigenen Gewissen: soll ich? Darf ich? Kann ich? Ich bräuchte ein wenig Intensität. Denkt, wer die letzte nicht mehr spürt. Intensität statt Gewohnheit. Ich bin der bekannten Ansichten müde. Das Alte überwiegt das Neue, manchmal. Ich möchte nur dem Alten untreu werden, nicht dem Neuen. Was ich kenne ist von Wert.
Der Anblick meines Partners erhitzt mich, verfolge ich die neuen Phantasien, vergleichsweise wenig. Aber vergleiche ich mich mit dem, was ich mir wünschte zu sein, verhält es sich nicht anders.
Ich kenne die Bewegungen meines Gegenübers, alle, die Gesichter, die langweilige Mimik, alles – zieh doch endlich einfach den Stöpsel und dreh Dich bis das Dunkel Dich verschlungen hat – ich würde Dir folgen! Nur noch Phantasie ermuntert mich beim Anblick des doch eigentlich schönen Körpers – das erscheint geradezu mühevoll, irgendwie subventioniert. Kann das? Darf das? Soll ich? Ich mache schön, was nicht mehr schön ist, augenblicklich, momentan, sagt mein Gewissen. Eine Momentaufnahme, wenn ich nachdenke.
Phantasien sind nichts anderes als unausgesprochene Entscheidungen. Gutwillige Krebsgeschwüre – es gibt sie nicht. Doch diese Untreue ist Phantasie. Sie gehört dazu.
Was die Liebe zerstört
Eifersucht zerstört die Liebe. Nicht bis auf ihre Grundfeste. So wie die Grundfeste der Erde vorstellbar selten wanken, wankt auch die Liebe – Hand auf’s Herz – nur sehr selten. Denn was wankt, ist das Gefühl, ist der Verstand oder sind wir, es in unserem Alltag, in dem wir wanken.
Liebe wankt nicht. Soll weder unheimlich noch religiös klingen. Liebe ist unbeeindruckt von allem, auch von Religionen. Andernfalls sprechen wir nicht von Liebe. Dann können wir besser von Egoismus sprechen.
Zerstört Alltag die Liebe? Gewalt zerstört Liebe. Oder die Sehnsucht nach Schönheit mag Liebe zerstören, weil man sich statt ihrer, der Schönheit zuwendet und verlernt zu lieben. Alltag kann der Liebe stark zusetzen, heißt es. Das ist insofern Quatsch, als hierbei etwas vergessen wird: die in uns wohnende Bequemlichkeit, der Liebe trotz Alltag einen Platz zu geben oder: die Liebe nicht mit Alltag zu verwechseln und zu erkennen, dass Liebe Liebe ist und Alltag nur Alltag.
Es ist die selbe Bequemlichkeit die uns entfernt von den meisten Dingen, von denen wir zu Beginn eines Lebens noch träumten. Das einzig schöne an Träumen ist, dass sie nie vergehen – im Gegensatz zum Gelebten, zu jedem gelebten Traum, der vergänglich wird, Erinnerung und dann oft schnell im Vergessen. Die Bequemlichkeit nicht Wert zu schätzen, sowohl den Alltag, der genauso seinen Sinn macht, wie auch die Liebe, die vielleicht oft in den Hintergrund gerät, während sich der Alltag im Vordergrund abspielt – doch wo ist Alltag möglich, wo das erfolgreiche Meistern unserer Aufgaben, die Bewerkstelligung der Aufgaben, wo uns Liebe nicht als Rückgrat den Kopf gerade hält?
